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Es ist doch immer wieder der selbe Anblick... dieses Schlachtfeld nach einem Hotelfrühstück. Vorallem wenn mal wieder allen Gästen irgendwie gleichzeitig eingefallen ist das sie jetzt mächtig Hunger haben, weil ja das nächtliche Nickerchen so anstrengend war.

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In den meisten Hotels ist das ja relativ einheitlich geregelt, die Schlacht wird gegen 7 Uhr eröffnet und endet dann so gegen 11, wenn sich der allgemeine Tourist wieder zurück zieht... die Betonung liegt hier eindeutig auf !!!WENN!!!.

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Zu einer höchst unchristlichen Zeit, wie 7 Uhr Morgens laufen ja eigentlich nur völlig gestörte Menschen freiwillig und halbwegs aufrecht durch ein Hotel, das sind dann meistens die Mitarbeiter. Aber manchmal verirrt sich auch ein eiliger Geschäftsreisender oder ein Rentnerpärchen ins Restaurant. Das sind dann meistens solche Leute, die von anderen Hotelgästen nicht gesehen werden wollen, weil sie anständig Frühstücken. Soll heissen... ein Teller, eine Tasse und vielleicht noch ein Schüsselchen für den Kornflakeskram. Und das wars auch schon. So muss das sein, aber wir sind ja schließlich nicht in einem Märchen sondern in der Gastronomie gelandet...

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Um genau 8:30 öffnet sich dann meistens der Fahrstuhl... und er fängt an Gäste auszuspucken... ohne Ende...  blöd wenn gleich 2 dieser Gastausspuckmaschinen nebeneinander gebaut wurden. Diese, nennen wir es liebevoll "Horde" bewegt sich dann schnellen Schrittes auf die armen, jetzt schon, eingeschüchterten Pinguine zu... diese Verabschieden sich freundlich... es ist Kaffeezeit, und die Schlacht kann man eh nicht mehr gewinnen.

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Zu Zeiten, als wir noch frisch der Ausbildung entschlüpft waren, wollte man noch immer hektisch jeden schmutzigen Teller abräumen, was sich dann doch schnell als ziehmlich aussichtslos raus gestellt hat. Wie soll man auch bei 2 Gästen gründlich arbeiten, die mehr Geschirr und Besteck verballern als eine türkische Großfamile zu ner Hochzeit??! Und wenn man das dann mal hochrechnet, auf ca. 100-220 Frühstücksgäste... willkommen in meiner Welt. 

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Meistens darf man dann nach 11 anfangen aufzuräumen, wo man dann meistens mit einer Stange Dynamit, einer Handgranate und einem Radlader besser bedient wäre, als mit Lappen und einer gehörigen Portion "Tschaaaakaaa du schaffst das!".

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In diesem Sinne...

Zahlen bitte!!!

 

4.11.12 14:45


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Das Kreuz mit dem Feueralarm

Was würden Gäste nur ohne uns zuvorkommende Kellner machen wenn es in ihrem Urlaubsdomizil mal vor sich hin feuert?? Verbrennen, und zwar meistens Lebendig. Zumindest wenn es sich um ein Feuer in einem Hotel Schrägstrich Restaurant handelt.

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Was lernt der allgemeine Gast wenn er noch klein ist und nicht weiß das er irgendwann mal Gast wird und eh Alles anders macht als er soll? Richtig, wenn es irgendwann mal brennt dann soll man sich zügig zum nächsten Ausgang begeben oder wahlweise auch panisch mit den Armen wedelnt und schreiend im Kreis rennen.

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Aber nein, begeben wir uns mal in eine solche Situation... es ist früh gegen 9, an einem Sonntag, und laut, aber aus Gästesicht äusserst unauffällig fängt eine Sirene an etwas Lärm zu machen. Was signalisieren soll.... "Kumpel, mach das du raus kommst... irgendwas brennt hier irgendwo, und das könnte bald ziemlich heiß hier drin werden."

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Im allgemeinen würde man jetzt meinen, das sich alle im Haus anwesenden schleunigst nach draussen zu den an den Zimmertüren ausgewiesenen Sammelplätzen begeben, aber wir sind ja in der Gastronomie und nicht in einem Märchen, also passiert Folgendes: 

  • An der Rezeption klingelt sich das Telefon nen Wolf weil wirklich Jeder, aber auch Jeder InHouse Gast versucht zu fragen was denn los sei und ob es nicht möglich sei den Alarm auszustellen, man sei schliesslich im Urlaub und würde gerne weiter schlafen. 
  • Einige Gäste stehen ratlos in den Gängen und warten das sie von irgendwem abgeholt werden.
  • Es gehen die ersten Beschwerden ein weil kein Aufzug mehr funktioniert.
  • Manchein Gast fragt ob es zufällig auf seiner Etage brennt oder ob man jetzt ganz in Ruhe frühstücken gehen kann.

und zu guter Letzt,

  • ...wird man noch höflich gebeten das Gepäck des auscheckenden Gastes die Treppen runter zu schleppen, weil ja kein Fahrstuhl funktioniert. 
Was lernen wir daraus? Ein gutes Hotel hat irgendwo im Keller eine Armada aus Sackkarren stehen, um im Notfall einpaar Menschlein auf den Gängen einsammeln zu können. Und der Rest, nunja... ich glaub nach so einem Disaster, gibts die nächsten 2 Wochen Sojanka  als Tagessuppe...


In diesem Sinne, Zahlen bitte!!!

17.10.12 15:40


Penguinslife... aus dem Alltag eines Pinguins

Ich liebe meinen Job, aber ich liebe auch Schokolade. Also muss es nicht zwangsläufig gut sein was am Ende dabei raus kommt. Bei Schokolade sind es meistens 2 oder 3 Kilo mehr auf den Rippen, in meinem Job sind es dann einpaar graue Haare mehr auf dem Kopf.

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Was bin ich?

Müllmann, Psychiater, Reiseleiter, Familientherapheut, Arzt, Kampfrichter, Polizist, Anstandswauwau, Inneneinrichter, Möbelpacker, Gärtner, Tierpfleger, Zirkusdirktor, Altenpfleger???

Ich bin von allem ein bisschen, aber eigentlich bin ich Kellner... manchen vielleicht besser bekannt als "Hey", "Haaaaaallooooo??!", "Entschuldigung...", "Sie da!!", Tellertaxi, Tresenschlampe, Saftschupse, Bierhahnquäler oder "Zahlen bitte!"

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Aber warum schreibt einer wie Ich eigentlich, obwohl er meistens froh ist wenn er wenigtens mal ne halbe Minute Zeit hat um freihändig zu Atmen? Ganz einfach, in meinem Job bin ich chronisch pleite und kann mir keinen Seelenklempter leisten, deswegen muss ich schreiben... und zwar mir den ganzen Kram von der Seele damit das arme Ding nicht kaputt geht.

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Das sollte als kleine Einleitung reichen, wir werden sehen was dieser Blog hier so mit sich bringen mag. 

In diesem Sinne.... Zahlen bitte!!

14.10.12 18:00





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